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Digitaler Kompetenz­aufbau bei Kindern & Jugend­lichen

Bis zum Jahr 2021 soll jedem Schüler und jeder Schülerin eine sinnvolle, digitale Lernumgebung mit Internetzugang zur Verfügung stehen. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen gehört heute nämlich auch digitale Kompetenz zu den Schlüsselfähigkeiten unserer Gesellschaft. Kinder und Jugendliche müssen lernen verantwortungsbewusst und kreativ zugleich mit digitalen Medien umzugehen. Deshalb soll die Entwicklung von digitalen Kompetenzen sich verbindlich unter die bekannten Inhalte der Lehrpläne mischen.

Im Fokus der Förderung steht dabei nicht nur die schulische Bildung, sondern auch die Jugendarbeit. Gleichzeitig werden die Chancen digitaler Lehr- und Lernangebote genutzt, um Wissen individueller an die Schüler*innen heranzutragen. Hierfür müssen Schulen flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet sein. Nur so können Plattformen aufgebaut werden, auf denen Lehrkräfte, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Eltern und auch Lernende sich effizient austauschen können.

  • Schnelle Internetverbindung
  • Moderne technische Ausstattung an den Schulen
  • Neue digitale Lerninhalte
  • Digitale Austausch-Plattformen
  • Lehrer, die selbst Medienkompetenz besitzen
  • Rechtssichere Rahmenbedingungen bzgl. Datenschutz und Urheberrecht

Im Rahmen des DigitalPaktes Schule stellt der Bund von 2019 bis 2024 Finanzhilfen in Höhe von 132.368.000 € für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Thüringer Schulen zur Verfügung. Der Freistaat Thüringen wird voraussichtlich weitere Mittel in Höhe von 14.707.556 € zur Ko-Finanzierung ergänzen. Insgesamt stehen damit Mittel in Höhe von knapp 150.000.000 € zur Verfügung, von denen 90 Prozent direkt in den Ausbau der IT-Bildungsinfrastruktur der Schulen einschließlich IT-Ausstattung fließen.

 

Ziele des DigitalPaktes

  • Digital unterstütztes Lernen für alle Schüler*innen an jeder Schule
  • Feste Lehrplangrundlagen für den Erwerb digitaler Kompetenzen
  • Lehrkräfte, die für den Einsatz digitaler Medien geschult sind
  • Thüringer Schulportal als landesweite Bildungsplattform einschließlich Lernmanagementsystems für alle Schulen

 

Sind Sie in Ihrer Schulzeit einmal in den Genuss einer Mathe-Vertretungsstunde bei einem Deutschlehrer gekommen? Wenn ja, dann haben Sie ein ziemlich klares Bild davon, wie digitaler Unterricht bei Lehrern aussieht, die nicht entsprechend weitergebildet wurden. Lernende sollen verinnerlichen, wie sie die Möglichkeiten der Digitalisierung eigenverantwortlich, kritisch und gleichzeitig auch innovativ für sich nutzen können. Das setzt zwingend voraus, dass auch Lehrkräfte morgens aufgeschlossen und gut informiert das Schulhaus betreten. Aspekte, wie z. B. die lernbegleitende Funktion der Lehrkräfte und die Entwicklung individualisierter Lernangebote, erfordern eine komplette Neuausrichtung der Unterrichtskonzepte. So kann eine Generation heranwachsen, deren Bildungs- und Berufsweg von grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten geprägt ist.

Digitale Bildungsplattform für Schulen

Neben der Maßnahme „Schulen ans Netz“ soll eine landesweite digitale Bildungsplattform, die als Lernmanagementsystem digitale Lehr- und Lerninhalte bereitstellt und deren Anwendung im Unterricht ermöglicht. Gleichzeitig ermöglicht sie die datenschutzrechtlich sichere digitale Kommunikation zwischen allen an Bildung Beteiligten (Lehrkräfte, Erzieher*innen, Jugendsozialarbeiter*innen, Eltern, Schüler*innen) Darüber hinaus sollen Schnittstellen für die Mediathek des Thüringer Schulportals sowie für die Integration von digitalen Lern- und Lehrmaterialien geschaffen werden.

In der ersten Projektphase wurden alle Thüringer Lehrkräfte mit einer dienstlichen E-Mail-Adresse ausgestattet. Im nächsten Schritt wird eine Thüringer Schulcloud als Lernplattform eingeführt.

 

Schulen ans Netz

Eine flächendeckende digitale Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für das digitale Lernen und Lehren wie auch für die Entwicklung digitaler Angebote im Bereich der Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Mit der Überarbeitung seines „Landesförderprogramms Breitband“ hat das Thüringer Wirtschaftsministerium die Initiative „Schulen ans Netz“ gestartet. Gefördert werden Breitbandanschlüsse von Schulen, die bei bisherigen Förderungen – insbesondere im Breitbandförderprogramm des Bundes – nicht berücksichtigt werden konnten. Das betrifft etwa 200 der knapp 1.000 Thüringer Schulen.

Ziel ist die flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen für Schulen bis zum Jahr 2023.


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