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Intelligenter Energie- und Ver­sor­gungs­mittel­einsatz

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat die Bundesregierung den ersten Schritt im Transformationsprozess der Energiewirtschaft getan. Angesichts stetig wachsender Anteile dezentral einspeisender Erzeugungsanlagen, ist der Erhalt stabiler Stromnetze und einer sicheren Stromversorgung eine große Herausforderung. Durch intelligente Energienetze soll es deutlich einfacher werden erneuerbare Energien in das Stromnetz zu integrieren. Nur so können Angebot und Nachfrage für Strom nachhaltig in Einklang gebracht werden. Über 1,5 Millionen Stromerzeuger in Deutschland sollen mit Hilfe digitaler Technologien eng mit den Verbraucher*innen vernetzt werden. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung und Nutzung intelligenter Messsysteme. Zudem werden Maßnahmen erfolgen, um Wissenschaft, Energiewirtschaft und Industrie noch besser miteinander zu vernetzen. Dieses Zusammenspiel von Know-How unterstützt die Entstehung von Innovationen und sorgt dafür, dass Thüringen in Sachen Energie mühelos mit der Zeit gehen kann.

Sogenannte Smart-Home Anwendungen sollen neben dem Komfortgewinn für Stromabnehmer*innen auch den Energiebedarf transparent machen und durch die Nutzung individueller Tarife optimieren. Denkbar sind intelligente Systeme zur ­Verbrauchslenkung ggf. in Verbindung mit einer Kurzzeitprognose des Bedarfs zur angemessenen Bereitstellung der Energie, insbesondere im Wärmebereich.

Smart Grid ist ein anderer Begriff für ein intelligentes Stromnetz. Und was macht ein intelligentes Stromnetz aus? Die Antwort darauf liegt in der fein abgestimmten Kombination aus Stromerzeugung, Stromspeicherung und Verbrauch.  Um diese Verknüpfung möglich zu machen, läuft durch Smart Grids nicht nur Strom, sondern auch Daten. Dadurch können Netzbetreiber den Überblick über Einspeisung und Verbrauch behalten, was bisher nicht möglich war. So können die erneuerbaren Energien optimal genutzt werden und die Netzauslastung wird optimiert.

In vielen Häusern und Wohnungen hat es schon Einzug gehalten: das Smart Meter. Der digitale Stromzähler ist mit dem Internet verbunden und verfügt über eine Kommunikationseinheit, mit der er aktuelle Verbrauchsdaten verschicken kann. So kann der Stromverbrauch abgelesen werden, ohne dass ein Ableser mit blauen Überziehern an den Füßen zu Besuch kommen muss. Zudem können auch die Nutzer*innen ihren Verbrauch einfach im Auge behalten.

Die Vorteile von SmartMetern im Überlick

  • Visualisierung des Verbrauchs in Echtzeit
  • Höhere Kostenkontrolle / Vermeidung von Nachzahlungen
  • Einfache Identifikation von Stromfressern
  • Zeitvariable Stromtarife möglich
  • Zählerstand ablesen aus der Ferne möglich
  • Mehr Transparenz

Für die Nutzung der Energiedaten benötigen die Versorger Zugriff auf Infor­mationen ihrer Kund*innen. Datenschutz und Datensicherheit spielen für die Akzeptanz dieser neuen Technologien eine entscheidende Rolle. Eine sichere Kommunikation und die Absicherung der Versorgungsqualität müssen im Vordergrund der zu entwickelnden Konzepte stehen. Grundsätzlich gilt, dass die bereits bundesweit beschlossenen Schutzprofile und technischen Richt­linien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik eingehalten werden müssen.

Der Solarrechner ist ein Instrument, das die fundierte Einschätzung des Potenzials von Gebäuden und von Brach- und Freiflächen für die Photovoltaik- und Solarthermienutzung unterstützt. Er richtet sich damit sowohl an Projektierer großflächiger Anlagen als auch an diejenigen Bürger*innen, die prüfen möchten, ob sich die in ihrem Besitz befindlichen Gebäude und Flächen für die PV- und Solarthermienutzung eignen. Mit Hilfe des Solarrechners können auch Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchgeführt werden.

Im Geodatenportal werden räumlich hoch aufgelöste Daten zu Themen wie Bodenkunde, Seismologie, Naturschutz, Lärm & Emission gesammelt. Die Daten stehen der Öffentlichkeit in Form eines interaktiven, browser-basierten Kartenwerkes zur Verfügung, dass für eine leichtere Orientierung mit digitalen topographischen Karten hinterlegt ist. Neben interessierten Privatpersonen, können vor allem Planende und Ingenieur*innen die Informationen im Zuge ihrer Projekte nutzen.  Insbesondere die Daten zur Geothermie sind mit umfangreichen Metainformationen verlinkt und bieten den Bauherr*innen und -planer*innen sowohl Standortdaten zur Geothermie-Eignung, als auch konkrete Anleitungen für die genehmigungsrechtliche Umsetzung. Das Portal wird anlassbezogen aktualisiert und soll perspektivisch mit weiteren Informationsebenen erweitert werden.

Das Aufzeigen der Abwärmequellen dient in erster Linie dazu, Ansatzpunkte für eine überbetriebliche Nutzung zu identifizieren. Unternehmen bietet das Kataster die Möglichkeit, auf überschüssige Wärmepotenziale hinzuweisen und sie an potenzielle Nutzer*innen zu verkaufen. Dazu zählen beispielsweise Wohnungsunternehmen, Energieversorger oder andere Gewerbebetriebe. Darüber hinaus sollen die Abwärmedaten für die energetische Entwicklung von Kommunen und Quartieren genutzt werden, um eine effiziente und ressourcenschonende Wärmeversorgung zu entwickeln. Damit sich das Thema Abwärmenutzung als eine wichtige Säule der Energie- bzw. der Wärmewende etabliert, ist das Kataster kontinuierlich zu aktualisieren und zu erweitern.


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